Meat Loaf, to hell and back, oder was motiviert dich zum Erfolg?

Ich schaue mir immer mal wieder ganz gerne die Erfolgsgeschichten von anderen Menschen an. Für mich kann das sehr motivierend sein. Denn wenn ich z.B. sehe, dass auch die sehr erfolgreichen Menschen, so manche Schwierigkeit durchstehen mussten, dann weiß ich, dass es unter Umständen dumm wäre, wenn man zu früh das Handtuch wirft. Auf der anderen Seite sollte man aber auch aufpassen, das man es nicht übertreibt. Ein Unternehmen etwa, das keine Zukunft mehr hat, weil fast keine Nachfrage mehr für die angebotenen Produkte oder Leistungen besteht, das sollte man natürlich schleunigst still legen. Am besten bevor man insolvent ist, das erspart einem eine Menge Ärger. Und auch wenn man körperlich oder gesundheitlich an seine Grenzen kommt, dann sollte man dieses erkennen und rechzeitig aussteigen, bevor man sich in der Klinik wieder findet.

Mit dem Erfolg kommen nämlich auch Verpflichtungen. Dessen sollte man sich bewusst sein. Und das kann leider auch gelegentlich unangenehme Folgen haben, wie ich heute am Beispiel von Meat Loaf aufzeigen werde. Ich habe mir letztens den Film „Meat Loaf to hell and back“ angesehen. Ich hoffe mal, die dort erzählte Geschichte ist soweit richtig erzählt worden. Wer gerne Rockmusik hört sollte Meat Loaf kennen. Ansonsten kann man auch hier weiteres über Meat Loaf erfahren: http://de.wikipedia.org/wiki/Meat_Loaf

Meat Loaf hatte eine sehr schlimme Kindheit, da sein Vater ein Alkoholiker war. Meat Loaf wurde von seinem Vater oft beschimpft und belogen. Auch war sein Vater gewalttätig und ging sogar mit dem Messer auf ihn los. Und seine Mutter war schon in seiner Kindheit schwer krank und starb 1967 an Krebs als Er 20 war. Doch trotz all dieser Wiedrigkeiten beschäftigte sich Meat Loaf schon seit seiner Kindheit viel mit Musik und schlägt auch beruflich einen Weg als Musiker ein, indem er u.a. in einem Musical singt. Auch gründete Er mehrere Rockbands, war aber nie erfolgreich damit, sodass Er sich hauptsächlich als Parkplatzwächter finanziell über Wasser hielt.

Eines Tages traf Meatloaf auf den Songschreiber Jim Steinman, mit dem Er 1977 das Album „Bat out of Hell“ veröffentlichte. Der Weg dort hin war aber alles andere als einfach. Ursprünglich wollten die beiden ein Rock-Musical produzieren, für das sich allerdings keine Plattenfirma erwärmen konnte. Die beiden änderten daher ihre Strategie und suchten nach einem Weg, das Album selbst zu produzieren. Nach einigen Änderungen am Album selbst fanden sie dann endlich einen Weg, das Album auf den Markt zu bringen. Es verkaufte sich anfangs nur schleppend, wurde dann aber ab 1978 mit ca. 44 Mio. Kopien zu einem der erfolgreichsten Rock-Alben überhaupt.

Jetzt könnte man danken, Ende gut, alles Gut. Doch auch der Erfolg kann zu einem Problem werden. Meat Loaf war dem Stress seiner ganzen Verpflichtungen nicht ganz gewachsen. In dem Film spielt Er seinem Produzenten eine Erkrankung seiner Stimme vor, weil Er ein paar Wochen frei haben wollte, um Zeit für seine schwangere Frau zu haben. Auf wikipedia.org kann man lesen, dass Er Anfang der 80’er wohl wirklich eine schwere Stimmerkrankung gehabt haben soll, weshalb Er ein Album nicht einsingen konnte, wie es in einem Vertrag vereinbart war. Daraufhin wurde Er verklagt und ging Bankrott, sodass Meat Loaf seinen gesamten Besitz verkaufen musste.

Aber Meat Loaf hat deswegen nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern weiter gemacht. Auch wenn Er zwischendurch eine Zeit lang als Trainer in seinem früheren Footballverein arbeitete. So versöhnte Er sich 1987 wieder mit seinem früheren Partner Jim Steinman und veröffentlichte ein weiteres Album mit ihm. Weitere Alben folgten.

Zwei wesentliche Erkentnisse konnte ich für mich aus dieser Geschichte heraus holen: Zum einen ist es vollkommen egal woher Du kommst. Ob Du eine schreckliche Kindheit hattest oder eine führsorgliche. Wenn es etwas gibt, das dich interessiert, dann kannst Du damit erfolgreich werden. Du musst es nur wollen und durchziehen. Meat Loaf hatte ganz offensichtlich ein sehr großes Interesse an Musik und hat sein Leben eben darauf ausgerichtet.

Zweitens sollte man in der Tat etwas machen, was einem wirklich liegt und Freude macht. Man sollte trotzdem Spaß daran haben, auch wenn man einige Jahre lang damit kein Geld verdient. Ich schätze mal, hätte Meat Loaf nur deshalb auf der Bühne gestanden, weil ihm jemand erzählt hat „Da kannst Du schwer Reich mit werden“, dann hätte Er vermutlich spätestens nach dem Bankrott aufgegeben. Falls Er überhaupt so weit gekommen wäre. Vielleicht hätter Er auch bereits die Lust verloren, nachdem ihm der dritte Produzent gesagt hatte „Hast Du schon mal Radio gehört? Sowas kauft doch kein Mensch“.

Mein Fazit deshalb: Man kann, wenn man will, alles mögliche erreichen, wenn man wirklich hinter dem steht, was man tut. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man immer Menschen begenen wird, die das was man tut nicht mögen, oder dein Handeln sogar schwer verurteilen. Weil sie es nicht verstehen, oder einfach nur keinen Bock darauf haben. Und man sollte nicht immer nur auf den finanziellen Erfolg schauen. Manchmal ist die Gesundheit wichtiger. Und wenn man erst mal einen guten bekannten Namen hat (oder als Unternehmer eine große Kontakteliste, bestehend aus früheren Kunden oder Interessenten), dann kann man auch nach einem Flop jederzeit recht schnell wieder von vorne anfangen.

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