Mit Frust und Krisen umgehen

Im Geschäftsleben gibt es auch immer wieder mal frustrierende Situationen. Und das lässt sich leider nicht vermeiden. Denn je bekannter man mit seinem Geschäft wird (und das will man ja), um so eher wird man auch gelegentlich mit ungemütlichen Personen zu tun bekommen. Es kann aber auch bereits frustrierend sein, wenn dir dein Lebenspartner oder Freunde sagen, „ach das wird doch alles nichts“. Auf diese beiden Situationen will ich heute eingehen.

Ich beginne mal mit der Tatsache, dass man oft schon im persönlichen Umfeld mit Kritik konfrontiert ist, die leider oftmals destruktiv ist. Das passiert gerade dann, wenn man mehrere negativ denkende Menschen um sich hat. Und oft auch dann, wenn man schon eine ganze Zeit unternehmerisch tätig ist, aber immer noch die alte Klapperkiste fährt, weil man noch in der Investitionsphase ist. Da fangen sogar einige Menschen an, sich über einen Lustig zu machen, weil die es einfach nicht kapieren, dass manches eben seine Zeit braucht.

Das Problem ist oft, dass man sich heute problemlos eine Tüte voll Äpfel kaufen kann und man sich keine Gedanken darüber machen muss, dass der Apfelbaum erst mal ein paar Jahre wachsen muss, bevor man die ersten Äpfel ernten kann. Einerseits ist das natürlich gut, dass man überall Äpfel kaufen kann. Aber ich glaube, dadurch ist vielen Menschen der Bezug zu dem Aufwand, wie solche Äpfel produziert werden, verloren gegangen. Viele Menschen wollen gerne sofort ein Ergebnis sehen. Wenn das nicht zu sehen ist, dann denken die, das sei alles Quatsch. Und das kann dann schon frustrierend sein, wenn man als Spinner angesehen wird.

Viele haben aus genau diesem Grund frühzeitig aufgegeben. Vermutlich, weil sie sich nicht sicher genug waren, was genau sie eigentlich tun. Denn ich denke, wenn man sich seiner Sache absolut sicher ist, dann gibt es keinen Grund auf solches Gerede zu hören. Man sollte sich also absolut sicher darüber sein, was man mit seinem Unternehmen erreichen will. Also was für eine Einstellung habe ich zu meinem Geschäft? Mache ich das nur, weil ich mehr Geld verdienen will? Oder auch weil ich eine Lösung für ein Problem habe, womit ich anderen Menschen weiter helfen kann, sodass diese gerne zu mir kommen? Mag ich meine Kunden? Mag ich das was ich tue auch wirklich gerne machen? Wer die letzten 3 Fragen mit ja beantworten kann, sollte eigentlich immun gegenüber destruktiver Kritik sein (Anmerkung: destruktiv=zerstörerisch).

Etwas anders ist es natürlich, wenn man direkt angegriffen wird. Ich hatte das mal erlebt, dass mir jemand eine E-Mail schrieb, die alles andere als nett war. So passte dem Herrn z.B. nicht, dass ich mit einem Strukturvertrieb arbeite. Der gute Mann war der Meinung, das sei in Deutschland strengstens verboten, warf mir nebenbei noch vor, dass ich zu doof sei zu bemerken, dass ich mit meiner Webseite für eine Firma X Werbung mache und listete 14 Punkte auf, was alles falsch sei, an dem was ich mache. Und als krönenden Abschluss dann noch der Hinweis, dass Er zwecks Beweissicherung meine Webseite kopiert hätte und sich an die Kripo wenden würde. Ich finde, das ist schon ein starkes Stück und im ersten Moment wurde ich ziemlich wütend auf diesen Menschen. Aber irgendwie hat mir das in keiner Weise weiter geholfen. Was also kann man in so einer Angelegenheit am besten tun?

Ich habe diesem Menschen erstmal freundlich zurück geschrieben, dass Er sich leider in allen Punkten irrt und das ich gegebenenfalls Schadenersatz einklagen werde, falls mir durch sein Handeln wirtschaftliche Schäden entstehen und war hinterher noch eine ganze Weile ärgerlich über diesen Menschen. Aber war das wirklich notwendig? Eigentlich ist das doch egal. Sollte der wirklich eine Anzeige machen, dann würde man bei der Kripo die Sache überprüfen und spätestens dann, wenn die meine Webseite sehen den Fall zu den Akten legen.

Aber so ist das halt, wenn man frustriert oder verärgert ist, dann neigt der Mensch dazu, zurück zu schießen nach dem Motto „dem zeige ich es aber jetzt“. Nur bringt uns das weiter? Ich denke nicht, sondern ganz im Gegenteil. Das kann enorme Energie- und Zeitverschwendung sein. Ein Geschäftspartner hat mir mal gesagt: „Solche Leute, einfach ignorieren. Die brauchen nur jemanden, zum Frust ablassen.“ Und ich denke, da hat Er vollkommen Recht. Wir leben halt in einer unvollkommenen Welt, da gibt es solche Menschen. Und es lässt sich auch nicht vermeiden, dass wir solchen Menschen begegnen. Aber einen Krieg mit denen, das denke ich kann man vermeiden.

Wie man mit solchen Krisen umgeht hat Brian Tracy in einem Seminar verdeutlicht: Wenn etwas passiert, was einem eigentlich den Kragen platzen lassen würde, dann bleiben erfolgreiche Menschen ganz gelassen. Das erste was Sie tun ist: Fragen stellen. Das macht den Kopf frei und man gewinnt Zeit. Eine Kurzschlussreaktion kann sehr negative Folgen haben. Stellt man hingegen Fragen, um herauszufinden was genau jetzt eigentlich Sache ist, so gewinnt man einen guten Überblick über die Lage. Und in der Zeit, in der man ermittelt, was ist hier eigentlich los, bekommt man neue Ideen. Man bekommt Zeit, um das Frustgefühl loszulassen. Und man bekommt mit der Zeit neue Lösungsansätze, um so zu reagieren, das allen Beteiligten mehr oder weniger gut geholfen ist.

Allen recht machen wird man es vermutlich nicht immer können. Aber auf diese Weise kann man wenigstens das Schlimmste verhindern und aus einer Krise noch etwas positives heraus holen. Und ich persönlich glaube, das ist in jeder Krisensituation möglich. Sich einfach nur aufregen und frustriert sein hilft nicht viel. Ganz im Gegenteil. Dadurch kann sogar vieles kaputt gehen. Wer sehr leicht frustriert ist sabotiert nämlich in gewisser Weise sich selbst. Denn negative Gefühle machen einen klein und schwach. Da ist es doch besser, auch dann wenn die Situation ausweglos erscheint: immer nach dem Positiven im Scherbenhaufen suchen. Es heißt ja: „wer sucht, der findet“. Und ich denke wenn man nur will, genauso wie man in jeder Sache etwas negatives finden kann, so kann man auch in jeder Katastrophe etwas gutes finden. Das ist nicht immer leicht. Aber auch nicht unmöglich. Man sollte sich nur immer darüber im Klaren sein, was man will und was für Ziele man verfolgt. Dann kann einen eine Krise nicht so leicht umhauen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte kurz die Gehirnzellen anstrengen. Ohne Matheaufgabe gibt es hier keinen Kommentar. *