Existenzgründung richtig gemacht

Wer eine Existenz gründen will, sollte vieles bedenken. Auf alle erdenklichen Möglichkeiten kann ich hier jetzt nicht eingehen. Aber das wichtigste will ich hier mal zusammenfassen.

Als erstes wird man sich vermutlich darüber Gedanken machen, was man denn überhaupt machen will. Soll es etwas handwerkliches sein, will man etwas produzieren, oder eine Dienstleistung anbieten? Da gibt es ja unzählige Möglichkeiten. Aber alles kann man natürlich nicht. Man sollte sich also gut überlegen, was man überhaupt kann und was man gegebenenfalls dazulernen mag. Am besten wäre sicherlich eine Tätigkeit, die einem auch dann noch Freude macht, wenn man kein Geld damit verdient. Das kann beim Aufbau des Kundenstammes enorm hilfreich sein. Denn wer geht beispielsweise gerne zu einem Bäcker, der eigentlich gar keinen Bock darauf hat, Brot zu verkaufen und seine Kunden genervt und unfreundlich bedient?

Wenn man dann eine Geschäftsidee hat, die man fähig ist umzusetzen, dann sollte man sich als nächstes den Markt genau ansehen. Folgende Fragen sollte man sich stellen:

Gibt es überhaupt einen Bedarf für meine Idee?
Wenn ja, wieviele Mitbewerber gibt es schon?
Wenn Mitbewerber vorhanden sind, was habe ich für ein Alleinstellungsmerkmal?

Wenn die Antworten auf diese Fragen positiv ausfallen, dann steht einer Existenzgründung nicht mehr viel im Weg. Man sollte aber bedenken, das man mit dem Start eines Unternehmens, auch eine gewisse Menge von Risiken eingeht. Deshalb sollte man sich genau überlegen, was alles schief gehen könnte und entsprechend vorsorgen. Besonders wichtig ist dabei die Beachtung der Gesetze. Natürlich kann man nicht immer alles perfekt machen. Aber eine gewisse juristische Absicherung ist schon wichtig. Vieles kann man heutzutage relativ leicht im Internet recherchieren. Im Zweifel kann aber auch das Hinzuziehen eines Anwalts nicht schaden. Genaueres hängt allerdings von der Geschäftsidee ab und kann hier nicht erörtert werden.

Bevor es los geht, sollte man sich ein genaues Konzept machen: Was ist der Sinn und Zweck des Unternehmens? Warum sollten die Kunden ausgerechnet zu mir kommen? Welche Ziele verfolgt das Unternehmen? Inwiefern profitiert der Kunde vom Unternehmen?

Die Antworten auf diese Fragen sollte man sich sehr gut überlegen und am besten schriftlich festhalten, damit man damit arbeiten kann und nach z.B. einem Jahr sehen kann, was daraus geworden ist. Das ist wirklich sehr wichtig. Denn wenn man kein Konzept und kein Ziel hat, ja wo soll es denn dann hingehen?

Und schließlich sollte man sich unbedingt einen detaillierten Plan machen, wie die Eröffnung des Geschäftes von statten gehen soll. Ebenso sollte man alle Tätigkeiten, die vom Unternehmen ausgeführt werden müssen, möglichst genau planen. Denn wenn man z.B. keinen Plan hat, wie man Kunden gewinnen möchte, ja wie soll man denn dann Kunden bekommen? Oder wenn dann die Kunden kommen und man hat keinen richtigen Plan, wie die Kunden bedient werden, das könnte peinlich werden.

Sicherlich kann man nicht immer alles bis ins letzte Detail planen. Manches muss gelegentlich geändert werden und manche Pläne entwickeln sich auch mit der Zeit. Aber man sollte, wann immer möglich, alles planen und diese Pläne auch schriftlich festhalten. Der Mensch vergisst gerne mal etwas und da kann es oft Gold wert sein, wenn man einen Plan hat, in dem man nachlesen kann.

Es gibt natürlich noch viele weitere Dinge, die man beachten kann oder muss. Beispielsweise die Frage nach der Unternehmensform, oder die Frage der Finanzierung, wird für so manchen Existenzgründer sehr wichtig sein. Wer dazu nähere Informationen sucht, dem sei diese Webseite empfohlen: http://www.existenzgruender.de/

Es gibt halt viele spezielle Fälle, die ich hier nicht alle erörtern kann. Aber ich denke, das wichtigste habe ich hier zusammengefasst. Hilfe kann man übrigens auch bei der Handelskammer und bei der ARGE bekommen. Es gibt auch Möglichkeiten der staatlichen Förderung, da muss man sich dann aber von Fall zu Fall bei den zuständigen Stellen informieren.

Etwas einfacher wird die Existenzgründung mit schlüsselfertigen Geschäftsideen, etwa als Subunternehmer, oder als unabhängiger Vertriebspartner. In einem solchen Fall ist das Konzept und der Plan für das Geschäft bereits fertig und muss nur übernommen werden. Allerdings sollte man sich zusätzlich noch persönliche Pläne machen. Dazu kann man sich fragen: Was will ich mit dem Geschäft erreichen? Wie will ich in 10 Jahren leben? Denn ohne Ziele hat so ziemlich alles was man tut keinen Sinn. Und wer lebt schon gerne ein sinnloses Leben?

Und auch bei einem schlüsselfertigem Geschäft sollte man sich vorher den Markt genau ansehen. Dazu stellt man sich am besten die Fragen: Ist ein Mitbewerber in unmittelbarer Nähe? Taugt das Produkt oder die Dienstleistung? Was für eine Nachfrage besteht überhaupt bzw. ist das Geschäft auch lukrativ genug?

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2 Kommentare zu Existenzgründung richtig gemacht

  1. Hallo, schöner Beitrag, der RSS Hyperlink funzt leider nicht, ansonsten super Seite!

    • matthias sagt:

      Ist mir auch schon aufgefallen, dass es da Probleme gibt. Ich habe allerdings eben mal auf den Link „Artikel-Feed (RSS)“ geklickt und es ging. Scheint ein sporadisches Problem zu sein. Vielleicht sind die RSS-Dienste zu den Hauptzeiten manchmal überlastet? Wäre jedenfalls möglich.

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